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Ruhr-Universität Bochum sucht Studienteilnehmer/innen

Autismus Studie Bochum 2016

Die Arbeitseinheit "Entwicklungspsychologie" am Lehrstuhl für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum sucht Probanden für eine Studie zum Themenbereich Diagnostik von Autismus-Spektrum-Störungen. Im Rahmen des Projekts hat die Psychologin Nikola Nowack einen neuen Fragebogen entwickelt, der die individuellen Stärken und Schwächen von Kindern im Autismus-Spektrum erfasst. Zusätzlich soll ein weiterer, bereits in der Anwendung befindlicher Fragebogen ausgefüllt werden, um einen Vergleich der Ergebnisse zu ermöglichen. Das Ausfüllen beider Fragebögen nimmt rund 30 Minuten Zeit in Anspruch. Sämtliche Daten werden anonymisiert verarbeitet, sodass keine Rückschlüsse auf die Studienteilnehmer/innen möglich sind. Im zweiten Schritt der Studie sollen teilnehmende Eltern die Hände ihrer Kinder mithilfe eines Fotokopierers abbilden, um aus den gewonnenen Bildern das Fingerlängenverhältnis zu ermitteln. Auf Wunsch können auch nur die Fragebögen ausgefüllt werden.

Gesucht werden daher:

  • Eltern von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung im Alter von 6 bis 18 Jahren,
  • die bereit sind, Angaben auf zwei Fragebögen zu machen und
  • die Hände ihrer Kinder mittels Fotokopiergerät abzubilden 

 

Die ermittelten Messdaten werden anschließend mit den Daten aus den Fragebögen verglichen. Ziel der Studie ist die Validierung möglicher frühdiagnostischer Verfahren bei Autismus-Spektrum-Störungen.

Zu den Hintergründen: Das Fingerlängenverhältnis, auch 2D:4D genannt, bezeichnet das Längenverhältnis zwischen Zeigefinger und Ringfinger. Dieses Fingerlängenverhältnis korreliert mit dem Verhältnis von fetalem Estradiol zu fetalem Testosteron. Bereits in der Vergangenheit haben Studien auf einen Zusammenhang zwischen dem Fingerlängenverhältnis und u.a. Autismus oder Asperger-Syndrom. Eine Studie von Baron-Cohen et. al aus dem Jahre 2004 wies erstmals auf einen möglichen Zusammenhang hin1. Das Sexualhormon Testosteron wurde in mehreren Studien mit der Entstehung einer Autismus-Spektrum-Störung in Verbindung gebracht. Nach einer Studie im British Journal of Psychology aus dem Jahre 2009, korreliert der Testosteronspiegel in der Amnionflüssigkeit (Fruchtwaser) mit autistischen Persönlichkeitsmerkmalen von Kindern im Grundschulalter2. Durch die Ergebnisse dieser Studie sah sich der britische Psychologe Simon Baron-Cohen in seiner Theorie des "extreme male brain" bestätigt. Demnach haben Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung ein extrem ausgeprägtes männliches Gehirn, bedingt durch den Testosteronspiegel im Mutterleib3.

Eltern mit Interesse an einer Teilnahme an der aktuellen Studie, werden gebeten, sich direkt per E-Mail an Frau Nikola Nowack vom Lehrstuhl für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum zu wenden:

Nikola Nowack

M.Sc. Klinische Psychologie

Fakultät für Psychologie

Arbeitseinheit Entwicklungspsychologie
GAFO 04/606
Ruhr-Universität Bochum
44780 Bochum

Tel: +49 234 32 22450

Mail: nikola.nowack@rub.de
http://www.epsy.psy.rub.de/

Herzliche Grüße
Ihr Team von achtsam e.V.

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